Wahrnehmung der Chagas-Krankheit und Reaktion darauf in einem nichtendemischen Land: eine multidisziplinäre Studie

Verfasst von Alessandra Cannizzo, Italien

Quellenangabe

Di Girolamo, C.; Marta, B. L.; Ciannameo, A.; Cacciatore, F.; Balestra, G. L.; Bodini, C.; Taroni, F. (2010): La malattia di Chagas in un paese non endemico: il contesto bolognese. Analisi multidisciplinare della malattia e del fenomeno migratorio (Chagas-Krankheit in einem nichtendemischen Land: eine Studie in Bologna (Italien). Multidisziplinäre Analyse der Erkrankung in der lateinamerikanischen Migrantenpopulation, übers. CW). In: Annali di Igiene 22: 431–445.

Auf Englisch verfügbar: Di Girolamo, C.; Marta, B. L.; Ciannameo, A.; Cacciatore, F.; Balestra, G. L.; Bodini, C.; Taroni, F. (2016): Chagas Disease in a Non-endemic Country: A Multidisciplinary Research, Bologna, Italy, In: Journal of Immigrant and Minority Health 18(3): 616–623.

Zusammenfassung

Nach der erheblichen Veränderung der epidemiologischen Landschaft der Chagas-Krankheit scheint Italien das zweite nichtendemische Gebiet in Europa in Bezug auf lateinamerikanische MigrantInnen und mit ihnen verbundenen Infektionsraten zu sein. Das Universitätslehrkrankenhaus in Bologna hat eine Querschnittsstudie in Zusammenarbeit mit ethnografischer Forschung durchgeführt. Im Vergleich der Ergebnisse dieser Studie mit früheren Studien in nichtendemischen Gebieten konnten die ForscherInnen die subjektive Wahrnehmung der Chagas-Krankheit und anderer typische Erkrankungen in einer Stichprobe von lateinamerikanischen MigrantInnen in der Region Emilia-Romagna bestimmen. Diese Wahrnehmungen sind wichtig, weil sie sich auf mögliche Präventionsmaßnahmen und Behandlungen auswirken.

Einleitung

Das Forschungsvorhaben des Universitätslehrkrankenhauses in Bologna zielte darauf ab, die Chagas-Krankheit näher zu bestimmen, indem sie ihren Ursprung und ihre Verbreitung in nichtendemischen Ländern analysierte. Die von dieser Erkrankung am häufigsten betroffenen Teile der Bevölkerung finden sich meist in ländlichen Gebieten; einige AutorInnen betonen die soziale Distanz und beschreiben jene als „vergessene Populationen“. Die Chagas-Krankheit ist stark mit Armut und Ruralität verknüpft. Die Konsequenzen der Stigmatisierung der Krankheit sind Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und darüber hinaus die Ausbreitung der Krankheit in nichtendemischen Länder. Studien zeigen, dass die Chagas-Krankheit weltweit sieben bis acht Millionen Menschen betrifft. Die AutorInnen zeigen auf, dass sich Chagas angesichts globaler Migrationsprozesse in den letzten Jahrzehnten in nichtendemische Gebiete wie Nordamerika, Europa und die Westpazifik-Region ausgebreitet hat. In der Studie wird der Mangel an Informationen über die subjektive Wahrnehmung der Erkrankung, die auf die Unsicherheit von MigrantInnen im Zusammenhang mit ihren herausfordernden Lebensbedingungen zurückzuführen ist, hervorgehoben. In der Tat erleben sie oft dringende Gesundheitsbedürfnisse und begegnen Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsdiensten. Die folgende Studie, die von verschiedenen medizinischen ExpertInnen zum ersten Mal in der Region Emilia-Romagna durchgeführt wurde, zielte darauf ab, Daten über die Chagas-Krankheit bereitzustellen und die subjektive Wahrnehmung der Krankheit im Kontext der jüngsten Migrationsbewegungen aufzuzeigen. Um die Prävalenz und die subjektive Wahrnehmung im Zusammenhang mit einer solchen Krankheit zu analysieren, verwendet das Projekt einen sozialepidemiologischen Ansatz, der die Ausarbeitung von Präventionsstrategien und die Behandlung der betroffenen Personen ermöglicht.

Methodologie

Im zweiten Abschnitt der Arbeit erläutern die AutorInnen die Methodik, die sie in der Studie angewendet haben. Die Querschnittsstudie im Lehrkrankenhaus der Universität von Bologna wurde von einer Gruppe von ÄrztInnen, MikrobiologInnen, KassenärztInnen und medizinischen AnthropologInnen durchgeführt. Im weiteren Sinne zielte das Projekt darauf ab, das Recht auf Gesundheit innerhalb der lateinamerikanischen Bevölkerung in Italien zu unterstützen und zu fördern, die – aufgrund der Migrationserfahrung – eher mit sozioökonomischen Faktoren zu kämpfen hat, die ihren Gesundheitszustand negativ beeinflussen. Infolgedessen wurde eine illustrierte mehrsprachige Broschüre mit einer Gruppe lateinamerikanischer MigrantInnen erstellt, um Informationen über die Krankheit und die Diagnose- und Behandlungsangebote des Krankenhauses zu verbreiten.

Auswahl  der TeilnehmerInnen und Datenerfassung

Die AutorInnen beschreiben den gesamten Prozess der Datenerhebung durch Fragebögen und Interviews mit einer Gruppe von besonders gefährdeten Menschen, d. h. lateinamerikanische MigrantInnen in der Region. Alle gesammelten Informationen wurden in ein Forschungstagebuch eingetragen. Die Ergebnisse für den Zeitraum (November 2010 bis Mai 2013) entstammen Tests für die Chagas-Krankheit, der für besonders gefährdete Personen, die diesen aus klinischen Gründen machten und für diejenigen, die aufgrund der Informationskampagne Interesse hatten, kostenlos war. Aus kultur- und sozialanthropologischer Sicht richtete sich die Studie auch auf die spezifischen historischen und soziokulturellen Merkmale der Migrationsbewegungen aus Lateinamerika im Bologna-Gebiet und stellte jene in Zusammenhang mit der subjektiven Wahrnehmung der Krankheit.

Datenanalyse

Die ethnografische Forschung begann zunächst mit einer Abbildung der verschiedenen Arten der Zusammenkunft und der Orte, die von der lateinamerikanischen Bevölkerung frequentiert wurden. Die AutorInnen streichen hervor, dass einer der Hauptvorteile in dieser Phase, aber auch in der gesamten Forschung, der angewandte multidisziplinäre Ansatz war. Während der ganzen Studie wurden deskriptive Analysen der quantitativen und qualitativen Daten durchgeführt. Die Analyse wurde am Ende der Feldforschung verfeinert, als bedeutungsvolle Inhalte untersucht und interpretiert wurden.

Forschungsergebnisse im Bologna-Gebiet

Die gewonnenen Ergebnisse beziehen sich auf die quantitative Analyse, die den sozialen Hintergrund der Krankheit beleuchtet. 151 Personen wurden überprüft, von denen 94,7% erwachsene lateinamerikanische MigrantInnen aus endemischen Gebieten, 3,97% adoptierte Kinder und 1,32% italienische Reisende waren. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass MigrantInnen aus Argentinien, Bolivien und Brasilien sich der Krankheit bewusst waren, während PeruanerInnen und EcuadorianerInnen, die 40% der Stichprobe zusammen mit Menschen aus Mittelamerika, Kolumbien und Venezuela ausmachten, kein oder begrenztes Wissen über die Krankheit hatten. Die ethnografische Forschung zeigte, wie eine bessere soziale Position die Integration in das italienische Gesundheitssystem erleichtert und dass harte Arbeit und herausfordernde Lebensbedingungen die Wahrnehmung der Krankheit und das Wissen darüber stark beeinflussen. Die ethnografische Forschung machte auch die Komplexität des Einflusses von Migrationsmustern auf Krankheitserfahrungen deutlich. Zum Beispiel wies eine kleine Gruppe von MigrantInnen (vor allem Frauen) aus Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Chile, die aus politischen Gründen nach Italien gezogen waren und ItalienerInnen geheiratet hatten, bessere Bedingungen für Gesundheit auf, die mit einer besseren Integration in das soziale Leben, einem höheren sozialen Status und leichterem Zugang zu Gesundheitsversorgung und anderen Ressourcen in Zusammenhang standen. Die unterschiedlichen befragten Interessensgruppen hoben hervor, dass die Teilnahme am Forschungsprojekt für die Entwicklung neuer Instrumente für die soziale Eingliederung von MigrantInnen – etwa durch Schaffung eines Netzwerks zur Erörterung wichtiger Fragen wie Arbeitsplätzen, Bürokratie und Rechtsfragen – von Vorteil sein könnte. In der Tat hatte die Kartierungsaktivität die erwartete Wirkung, nämlich dass die Schaffung eines dynamischen lokalen Netzwerks von AkteurInnen, die direkt oder indirekt mit Lateinamerika verbunden sind, gefördert wurde.

Vergleich mit früheren Forschungsarbeiten und Erkenntnissen

Durch eine Reihe von vergleichenden Untersuchungen bieten die AutorInnen eine umfassende Analyse aus medizinischer und sozialer Sicht. In der Untergruppe der erwachsenen lateinamerikanischen MigrantInnen lag die allgemeine Prävalenz der Chagas-Krankheit bei 8,39%. Der Prozentsatz ähnelt dem der Schweiz und anderswo in Italien, ist aber niedriger als in Barcelona. Des Weiteren vergleichbar mit früheren Berichten ist, dass BolivianerInnen die am stärkste betroffene Gruppe zu sein scheinen, vor allem wegen der herausfordernden Lebens- und Arbeitsbedingungen, die sie vorfinden. Die AutorInnen weisen darauf hin, dass es weithin bekannt ist, dass ältere lateinamerikanische MigrantInnen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind als jüngere, vor allem aufgrund der fortschreitenden Umsetzung von Kontrollprogrammen in endemischen Ländern. In nichtendemischen Ländern wie Italien bestätigt die Studie bisherige Ergebnisse hinsichtlich Risikofaktoren und Verhaltensweisen, die in Zusammenhang mit der Krankheit stehen. Die Chagas-Krankheit wird als Problematik im lokalen Kontext, in dem die Forschung durchgeführt wurde, bestätigt. Eines der Ergebnisse war die Empfehlung, auf Rechte im Allgemeinen hinzuarbeiten, insbesondere auf das Recht auf Gesundheit, und die Aufmerksamkeit auf sozioökonomische und politische Faktoren zu lenken, die nicht ausschließlich mit dem Gesundheitssektor zusammenhängen.

Conclusio

Die Daten der hier vorgestellten Studie ermöglichten es den AutorInnen, die sozialen Aspekte der Chagas-Krankheit in Italien zu bewerten und potenzielle Wege zur Verbesserung des Zugangs zur Behandlung dieser Krankheit zu identifizieren. Die Studie zeigte, dass das Bewusstsein hinsichtlich der Krankheit bei den lateinamerikanischen MigrantInnen, die an der Studie teilgenommen haben, unterschiedlich war. Die meisten der von Chagas betroffenen Personen wussten über die Krankheit, durch Erfahrungen in der Familie oder eigene oder durch Medienkampagnen, die in ihrem Herkunftsland durchgeführt wurden. Aber alle Personen stimmten darin überein, dass eine Informationskampagne über die Krankheit und die damit verbundenen Risiken sehr wichtig wäre, um das Bewusstsein der Risikobevölkerung zu erhöhen. Die Studie bewirkte zusätzlich die Schaffung eines solchen Bewusstseins. Sie trug auch zur besseren Beurteilung der Risikofaktoren bei, die mit verschiedenen soziokulturellen Merkmalen in Zusammenhang stehen. Ältere lateinamerikanische MigrantInnen sind einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als jüngere, vor allem aufgrund der vermehrten Umsetzung von Kontrollprogrammen in endemischen Ländern. In ähnlicher Weise hatten Personen, die positiv auf Chagas getestet wurden, eher Verwandte, die mit Chagas infiziert waren, möglicherweise aufgrund der geteilten Risikoumgebung oder der vertikalen Übertragung. Darüber hinaus war eine Vorgeschichte des Aufenthalts in ländlichen Gebieten – in der Regel die ärmsten und isoliertesten Gebiete des lateinamerikanischen Kontinents – ein weiterer gemeinsamer Risikofaktor bei infizierten Personen, wie bereits von anderen AutorInnen in vergleichbaren Forschungen argumentiert worden ist. Die hier dargestellte Forschung ist besonders relevant, weil sie in der Emilia-Romagna durchgeführt wurde, einer Region mit einem bislang niedrigen MigrantInnen-Anteil. Des Weiteren zeichnet sich die Studie durch ihren multidisziplinären Ansatz aus. Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen sind auf eine praktische Verbesserung des Gesundheitssystems gerichtet, um die Chagas-Krankheit besser bewältigen zu können. Darüber hinaus führte das interdisziplinäre Wesen der Forschung zu einer weiteren Reflexion über die sozialen und kulturellen Implikationen im Zusammenhang mit der Chagas-Krankheit und unterstrich die Bedeutung der Integration medizinischer und kultur- und sozialanthropologischer Ansätze für Forschungszwecke.

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